Einlass: ab 18.00 Uhr, Beginn der Vorstellung 19.00 Uhr
„Warum leidet das Volk denn? Weil es sich weigert, den einfachen Weg zu gehen! Es ist Zeit mitzulaufen, … die neue Ordnung anzunehmen, um Teil von etwas Großem, Starkem zu sein.“
Ist das so? In Zeiten wie unseren stellen sich Fragen:
Mitlaufen oder Widerstand leisten?
Sich um sich kümmern oder für andere Partei ergreifen?
Für Recht und Freiheit einstehen oder die Maske aufsetzen und in der Masse aufgehen?
Tell, der nur das Richtige tun und seine Familie versorgen will, wird durch einen autoritären Staat gedemütigt und unterdrückt. Als er gezwungen wird, seinen Sohn in Lebensgefahr zu bringen und wiederum betrogen wird, bildet der weltberühmte Schuss auf den Apfel gleichzeitig den Start-Schuss der Rebellion gegen das Regime und für Freiheit und Demokratie.
Heute ist die Geschichte Wilhelm Tells nicht nur die Geschichte des Freiheitskampfs der Schweizer Eidgenossen, es ist auch nicht nur ein historisches Drama des großen deutschen Dichters Friedrich Schillers – es ist die hochaktuelle Verhandlung der Frage: Wie darf bzw. muss man mit Unterdrückern umgehen?
Die 44 Schüler*innen des diesjährigen Theater-Projekts der Katharina-Henoth-Gesamtschule gehen von Schillers Drama aus und stellen sich die Fragen:
Was passiert, wenn antidemokratische Kräfte die Macht übernehmen? Und was bedeutet das für jeden einzelnen Menschen?
Als Projektschule von „Schule der Vielfalt“ setzen wir uns aktiv dafür ein, dass alle Menschen – unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung bei uns sicher und wertgeschätzt lernen und arbeiten können. Vielfalt verstehen wir als Bereicherung: Unterschiedliche Lebensweisen, Perspektiven und Erfahrungen machen unsere Schulgemeinschaft stärker und lebendiger.
In unserem Schulalltag gibt es dafür sichtbare Zeichen: In vielen Klassenräumen hängen Regenbogenflaggen, unser Schullogo erscheint in Regenbogenfarben und unser Team trägt Buttons mit der Aufschrift „You are safe to be you around me“. Damit möchten wir deutlich machen, dass queere Schüler*innen bei uns Ansprechpersonen finden, an die sie sich vertrauensvoll wenden können.
Die Aufnahme in das Netzwerk „Schulen der Vielfalt“ ist für uns zugleich Bestätigung und Auftrag. Auch in Zukunft möchten wir das Thema Vielfalt sichtbar machen, die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt fördern, Vorurteile abbauen und einen Raum schaffen, in dem sich jede*r akzeptiert fühlt. Wir sind stolz darauf, ein Teil des Netzwerkes „Schule der Vielfalt“ zu sein und danken allen, die diesen Weg mit uns gemeinsam gestalten.
Unser engagiertes Team besteht aus:
Isabel Blumenthal, Magdalena Reinders, Behar Luzhar, Tobias Klever, Peter Kapellmann, Nima Razavi, Julian Bals, David Klöpper und Clara Drees drcl@igs-kathi.de (Leitung)
Sensibilisierung für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz
Unterstützung für Lehrkräfte bei Unterrichtsinhalten
🏫 Schulentwicklung & Klima
Mitgestaltung eines diskriminierungsfreien Schulumfelds
Ideen zur Förderung von Vielfalt im Schulalltag
Beteiligung an Schulprojekten und Aktionen
Beratung der Schulleitung bei Diversity-Themen
🎉 Aktionen & Sichtbarkeit
Organisation von Projekten (z. B. IDAHOBIT, Sommerfest …)
Mitgestaltung von schulischen Veranstaltungen
Förderung von Sichtbarkeit und Solidarität
🤝 Vernetzung
Kontakt zu externen Beratungsstellen und Initiativen
Zusammenarbeit mit anderen „Schule der Vielfalt“-Schulen
Hinweise auf Veranstaltungen, Angebote und Materialien
Unsere Arbeit fußt auf der Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Schule der Vielfalt
Und natürlich dem Grundgesetz: …
📜 Das Grundgesetz schützt Vielfalt
Artikel 1 Absatz 1 GG – Menschenwürde
„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Artikel 2 Absatz 1 GG – Freie Entfaltung der Persönlichkeit
„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt […]“
Artikel 3 Absatz 1 GG – Gleichheit vor dem Gesetz
„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“
Artikel 3 Absatz 2 GG – Gleichberechtigung
„Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“
Artikel 3 Absatz 3 GG – Diskriminierungsverbot
„Niemand darf wegen seines Geschlechtes […] benachteiligt oder bevorzugt werden.“
Artikel 6 Absatz 1 GG – Schutz von Ehe und Familie
„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“
👉 Seit 2017 gilt in Deutschland die „Ehe für alle“: Auch gleichgeschlechtliche Paare können heiraten und stehen damit unter dem gleichen Schutz des Grundgesetzes.
Nach den Abstimmungen in der SchülerInnenvertretung, der Elternschaft und der LehrerInnenkonferenz hat die Schulkonferenz folgendes Stundenraster die Zeit ab dem Schuljahr 2026/2027 beschlossen:
Der WDR und der Kölner Stadtanzeiger berichten über das Engagement zur Förderung der psychischen Gresundheit von SchülerInnen. Interviewt werden unter anderem unser Oberstufenleiter Winfried Schneider und die ehemalige Schülerin Melis Erdal.
Gemeinsam mit einigen anderen Schulen aus dem Veedel waren wir heute laut für Vielfalt und gegen Rassismus. Ein großes Dankeschön an die Organisation und Hilfe aller Beteiligten und vor allem an unsere Kinder, die mit so viel Energie, Stimme und Haltung gezeigt haben. Es war echt cool!
Der Kölner Stadtanzeiger berichtet über die Initiative unseres Oberstufenleiters Winfried Schneider, einen Runden Tisch zum Thema Psychische Gesundheit ins Leben zu rufen:
Unsere Schule engagiert sich bewusst und vielfältig gegen Rassismus! In unterrichtlichen wie außerunterrichtlichen Aktivitäten setzen wir so unser Schulprogramm um.
Am Montag, den 23. März 2026, werden die Jahrgänge 5 und 6 an einem Sternmarsch zu einer Kundgebung zum Ottmar-Pohl-Platz in Kalk teilnehmen – einer Veranstaltung zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“, initiiert und organisiert in Zusammenarbeit der Sozialraumkoordination Höhenberg/Vingst mit einigen umliegenden Grundschulen und uns.
Wir veröffentlichen gerne das Aufruf- und Programmplakat von „Köln stellt sich quer“.